Armin Stockerer, geboren im oberbayrischen Mühldorf, stand 1980 mit einer Schulband zum ersten Mal auf der Bühne. Als Keyboarder und Frontmann verschiedener Rockbands textete und komponierte er eigene Lieder. Nach dem Abitur erhielt er ersten klassischen Gesangsunterricht. Während seines Zivildienstes in einer Fachklinik für alkoholkranke Männer reifte dann der Entschluss zum professionellen Gesangs- und Bühnenstudium.

1989 bis ´91 besuchte er die Georg Muffat Berufsfachschule für Musik in Altötting mit Hauptfach Gesang und Nebenfach Klavier und schloss diese mit Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung ab. Es folgte ein Studium in Bühnengesang, Klavier und Schauspiel am Hermann Zilcher Konservatorium Würzburg, das er 1995 als staatlich geprüfter Bühnensänger abschloss.

Im gleichen Jahr begann er seine Arbeit als Gesangslehrer an der städtischen Musikschule Mühldorf. Im Rahmen des Ensembleunterrichts wuchs die Leidenschaft für das Regiefach. Zahlreiche Konzeptionen und Moderationen von Musikrevuen folgten.
Zudem leitete er sieben Jahre den 50-köpfigen Gospelchor der Schule. Parallel studierte er privat weiter Gesang bei Prof. Ingrid Mayr in Salzburg, die ihn entscheidend in seinem stimmlichen Reifungsprozess prägte.

Intendant Adi Fischer holte ihn 1996 als „Pierrino“ in Franz Lehars Operette „Giuditta“ ans Theater an der Rott im niederbayerischen Eggenfelden. Hier fand er seine Theaterheimat, der er bis heute verbunden geblieben ist. Er gehört seit über 20 Jahren als „Fester Gast“ zum Musiktheater- und Schauspielensemble des Hauses. Der vielseitige Bariton wirkte dort bereits in über 60 Produktionen aus den Bereichen Oper und Operette, Musical und Schauspiel mit.

Die Zusammenarbeit mit Intendant Peter Nüesch, seinem „Theatervater“, in den Jahren 1998 bis 2007 trug entscheidend zur Ausbildung seiner Bühnenpersönlichkeit bei. In diese Zeit fallen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung im Schauspiel- und Regiefach. Schauspielerisch reifte er weiterhin in den Jahren danach, v.a. während der Intendanz von Karl Sibelius zwischen 2012 und 2015.

Als wichtigste Stationen seiner Arbeit außerhalb des Theaters an der Rott betrachtet er seine Inszenierungen von Mozarts „Ascanio in Alba“ und Glucks „Iphigenie auf Tauris“ im Jahr 2010 und 2011 (Bad Aiblinger Opernsommer) sowie die Verkörperung des Brandner Kaspar in der gleichnamigen Spieloper von Christian Auer und Karl-Heinz Hummel während des Opernfestivals Gut Immling 2012 bis 2014.

Neben der Arbeit am Theater gibt er Konzerte: vom klassischen Kirchenkonzert bis hin zur Operette, vom Wienerlied bis hin zu Abenden über die Swinging Sixties und die Austropopszene. Workshops und Coachings im Gesangs- und Theaterbereich sowie die Leitung eines Mitarbeiterchores einer großen oberbayerischen Firma und die Arbeit als Dozent bei den bayrischen Volkstheatertagen runden sein Tätigkeitsfeld ab.

In den vergangenen Jahren entstand der Wunsch, seine Fähigkeiten auch vor der Kamera einzusetzen. Nach einem Kameracoaching bei Gabrielle Odinis in München durfte er bisher bei den „Rosenheim Cops“ und im Komödienstadel des BR mitwirken.

 

Die Begeisterung und Leidenschaft für den Künstlerberuf resultieren für Armin Stockerer aus dieser Vielfalt an Aufgaben und der Möglichkeit, seine Fähigkeiten spartenübergreifend einzusetzen.